Schleifenimpedanz Zs berechnen
Charakteristik und Nennstrom wählen — der maximale Zs steht sofort da.
Für 230 V im TN-System und eine Abschaltzeit von 0,4 s. Der Wert fällt mit steigendem Nennstrom und mit „trägerer“ Charakteristik — ein C-16 verlangt eine halb so niedrige Impedanz wie ein B-16.
Vereinfachte Betrachtung für den Regelfall. Ersetzt nicht die Beurteilung durch die Elektrofachkraft.
Die Charakteristik entscheidet, nicht der Nennstrom allein
Ein C-Automat löst magnetisch erst beim etwa zehnfachen Nennstrom aus, ein B-Automat schon beim fünffachen. Für dieselbe Abschaltzeit muss also doppelt so viel Strom fließen — und dafür darf die Schleifenimpedanz nur halb so groß sein. Wer im Kopf mit „B-16“ rechnet und einen C-16 vor sich hat, liegt um den Faktor zwei daneben.
Was ein zu hoher Wert bedeutet
Die Abschaltbedingung ist nicht erfüllt: Im Fehlerfall fließt zu wenig Strom, der Automat schaltet zu spät oder gar nicht magnetisch ab. Das ist ein sicherheitsrelevanter Mangel und gehört als solcher ins Protokoll — nicht als Randnotiz.
Bei der Anlagenprüfung rechnet das die Software mit
NormSafe bewertet jeden Stromkreis gegen diesen Grenzwert und hält Abweichungen als Mangel fest — mit derselben Funktion, die oben rechnet.