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DIN EN 62446-1 · VDE 0126-23-1

PV-Anlagen prüfen und dokumentieren

Strings erfassen, Grenzwerte automatisch rechnen lassen, Prüfprotokoll als PDF. Für die Inbetriebnahmeprüfung und jede Wiederholungsprüfung danach — mobil auf dem Tablet, auch ohne Netz auf dem Dach.

10 Prüfungen im Monat sind dauerhaft kostenlos.

Was bei der PV-Prüfung gemessen wird

Die Prüfung einer Photovoltaik-Anlage läuft nach DIN EN 62446-1 (in Deutschland als VDE 0126-23-1 geführt). Anders als bei der Geräteprüfung hängt hier fast jeder Grenzwert an Werten, die man erst vor Ort messen muss: Einstrahlung und Modultemperatur.

NormSafe erfasst je String:

  • Leerlaufspannung Uoc — gegen den auf die Modultemperatur korrigierten Sollwert
  • Kurzschlussstrom Isc — gegen den auf die gemessene Einstrahlung normalisierten Wert
  • Isolationswiderstand — gegen Plus und gegen Minus getrennt, nicht als ein Wert
  • Schutzleiterwiderstand und die Polarität

Die Grenzwerte, gegen die NormSafe bewertet

Zuerst die Systemspannung: Leerlaufspannung bei STC mal 1,25. Der Faktor deckt den Spannungsanstieg bei Kälte ab — ohne ihn landet eine Anlage zu leicht eine Zeile zu tief in der Tabelle. Aus der Systemspannung folgen Mindest-Isolationswiderstand und Prüfspannung:

Uoc bei STCSystemspannung (× 1,25)RISO mindestensPrüfspannung
80 V100 V0,5250 V DC
300 V375 V1,0500 V DC
600 V750 V1,01.000 V DC
1.000 V1.250 V1,01.500 V DC

Für die Messwerte selbst gilt: Uoc darf 5 % vom erwarteten Wert abweichen, Isc 10 % vom berechneten.

Der erwartete Uoc-Wert ist dabei nicht der aus dem Datenblatt. Beispiel: Ein String mit 600 V bei STC, gemessen bei 55 °C Modultemperatur, wird gegen 546 V verglichen — nicht gegen 600 V. Wer bei Sommerhitze gegen den STC-Wert prüft, bekommt Abweichungen, die keine Mängel sind.

Steht im Datenblatt ein Temperaturkoeffizient, rechnet NormSafe mit ihm. Fehlt er, nimmt die Software -0,3 %/K an — und schreibt am Prüfpunkt dazu, dass es eine Annahme ist und nicht aus der Norm kommt. Am Prüfpunkt steht immer, wie der Grenzwert zustande kam, nicht nur die Zahl.

Was NormSafe nicht bewertet — und warum das dasteht

Ohne Sollwert kein Haken. Fehlt am String der STC-Sollwert, gelten Uoc und Isc als nicht bewertbar — nicht als bestanden. Dasselbe gilt für Isc, wenn die Bestrahlungsstärke fehlt: Isc ist ihr nahezu proportional, ein Vergleich gegen den STC-Wert wäre bei bedecktem Himmel ein Durchfaller ohne Mangel. Das ist der Unterschied, den ein Protokoll aushalten muss: nicht gemessen ist nicht in Ordnung.

Beim Isolationswiderstand geht die Software andersherum vor: Ohne STC-Wert wird die Zeile der Tabelle nicht geraten, sondern der strengere Wert von 1,0 MΩ angesetzt — der ohnehin für jede Systemspannung ab 120 V gilt. Die Prüfung entfällt dadurch nicht, sie wird nur nicht zugunsten der Anlage aufgeweicht.

Die Prüfspannung wird angezeigt, nicht geprüft. Die Tabelle oben nennt die Prüfspannung als Hinweis. Ob das Messgerät sie tatsächlich angelegt hat, führt das Datenmodell heute nicht — also kann die Software es auch nicht bewerten. Das steht hier, weil eine zu niedrig gewählte Prüfspannung sonst durch einen ausreichend großen Messwert freigegeben aussähe.

Keine Normtexte, keine Modellfreigaben. Die Norm selbst ist urheberrechtlich geschützt und wird hier nicht wiedergegeben — genannt sind die Werte, gegen die diese Software rechnet. Und es gibt keine Liste freigegebener Messgeräte: geprüft ist das Datenformat, nicht jede Firmware jedes Geräts.

Wie das im Alltag aussieht

String für String

Wechselrichter, darunter die Strings, darunter die Messwerte. Die Struktur der Anlage bleibt im Protokoll erkennbar.

Bewertung beim Eintippen

Jeder Wert wird sofort gegen den gerechneten Grenzwert gehalten — die Fehlersuche passiert, während du noch davorstehst.

PDF mit Unterschrift

Fertiges Protokoll mit Briefkopf, Messwerten, Grenzwertherkunft und Unterschrift. Nach dem Abschluss gesperrt, Korrekturen bleiben erkennbar.

Auch ohne Netz

Auf dem Dach ist kein Empfang. Erfassen geht offline, die Daten gehen hoch, sobald wieder Netz da ist.

Häufige Fragen

Welche Norm gilt für die Prüfung einer PV-Anlage?
Für die Inbetriebnahme- und Wiederholungsprüfung von Photovoltaik-Anlagen gilt DIN EN 62446-1, in Deutschland als VDE 0126-23-1 geführt. NormSafe bewertet jeden String gegen die Grenzwerte und Toleranzen dieser Norm.
Welche Messwerte erfasst NormSafe je String?
Leerlaufspannung Uoc, Kurzschlussstrom Isc, Isolationswiderstand gegen Plus und gegen Minus getrennt, Schutzleiterwiderstand und die Polarität. Dazu Einstrahlung und Modultemperatur, weil ohne sie kein Sollwert berechenbar ist.
Wie hoch muss der Isolationswiderstand einer PV-Anlage sein?
NormSafe rechnet zuerst die Systemspannung: Leerlaufspannung bei STC mal 1,25, damit der Spannungsanstieg bei Kälte abgedeckt ist. Unter 120 V Systemspannung verlangt die Software mindestens 0,5 MΩ, ab 120 V mindestens 1,0 MΩ.
Warum weicht die gemessene Leerlaufspannung vom Datenblatt ab?
Weil das Datenblatt bei 25 °C Zellentemperatur gilt und das Modul auf dem Dach wärmer ist. NormSafe korrigiert den Sollwert auf die gemessene Modultemperatur. Steht im Datenblatt ein Temperaturkoeffizient, wird er benutzt; fehlt er, rechnet die Software mit -0,3 %/K und weist das am Prüfpunkt ausdrücklich als Annahme aus. Die zulässige Abweichung liegt bei 5 %.
Was passiert, wenn am String kein Sollwert hinterlegt ist?
Dann gilt der Prüfpunkt als nicht bewertbar — nicht als bestanden. Ohne STC-Sollwert am String gibt es keinen Vergleichswert, und ein grüner Haken ohne Vergleich wäre die gefährlichste Ausgabe, die eine Prüfsoftware erzeugen kann.

Die erste PV-Prüfung kostet nichts

10 Prüfungen im Monat sind dauerhaft kostenlos — Anlagenprüfung, Geräteprüfung, Wallbox und PV zusammengezählt. Ohne Kreditkarte.

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